24h-Übung der Jugendgruppe Tacherting

 

Zu Beginn der Faschingsferien veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Tacherting eine „24h-Übung“ mit ihrer Jugendgruppe. Gestartet wurde am Freitag den 21.02.2020 gegen 16:30 Uhr und die Übung dauerte bis zum Samstagnachmittag den 22.02.2020. Während dieser Zeit wurden unter der Leitung von Jugenwartin Sophia Reichthalhammer und Franziska Weschta diverse Einsatzszenarien nachgestellt, damit die Feuerwehranwärter viele Eindrücke sammeln und Neues lernen konnten. Die Jugendlichen durften zunächst ihre Schlaflager einrichten. Anschließend wurde mit einem Activity gestartet. Hierbei mussten die 12  Jungen und Mädchen ihr Talent bezüglich Pantomimen, Zeichnen und Erklären von Feuerwehrbegriffen unter Beweis stellen. Danach wurde gemeinsam zu Abend gegessen. Nachdem alle gut gestärkt waren kam gegen 20:00 Uhr der erste Einsatz. Dazu wurden die Jugendlichen mittels persönlichen Funkmeldeempfängern alarmiert.  Es musste ein Brand im Kieswerk Lohen gelöscht werden. Nach nur einer kurzen Pause ging es bereits weiter mit der nächsten Alarmierung. Ein Stromausfall im gesamten Feuerwehrhaus musste behoben werden. Hierbei waren Teamgeist und Funkdisziplin gefragt. Und auch im Anschluss war noch nicht an Schlaf zu denken, denn gegen 00:30Uhr kam durch die selbst eingerichtete Leitstelle ein Notruf einer verletzten Person rein. Die Jugendfeuerwehrler/innen versorgten den Patienten vorbildlich und setzten diverse Materialien zur rückenschonenden Rettung ein. Kaum war dies erledigt kam die Meldung, dass eine weitere Person verschwunden sei und sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinde. Erneut mussten unsere Schützlinge als Team funktionieren und das gesamte Gebäude nach der Person absuchen und mittels Funk kommunizieren. Auch diesen Auftrag konnten sie nach kurzer Zeit erfolgreich erledigen und den Vermissten ausfindig machen und erstversorgen. Nun war Zeit zum Schlafen und Ausruhen…. Jedoch musste um 02:00 Uhr die Leitstelle erneut alle aus den Betten holen, da angeblich ein Baum auf die Fahrbahn gefallen war. Die „Piepser“ gingen los und schon waren alle wieder ausgerüstet zur Stelle um mit unseren Maschinisten loszufahren. Leider stellte sich heraus, dass es sich hierbei um einen Fehlalarm handelte. Im Anschluss daran war tatsächlich Zeit für Erholung bis in die Morgenstunden. Aufgestanden wurde dann um 07:00 Uhr, natürlich war kein Wecker notwendig weil ein Alarm kam, zur technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall. Ein Arbeiter war unter einen Traktor geraten und eingeklemmt worden. Mittels Hebekissen konnte der schwerverletzte Patient befreit und medizinisch versorgt werden. Bei diesem Einsatzszenario wurde den Feuerwehranwärtern neben den technischen Handgriffen auch die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst näher gebracht. Anschließend hatten sich alle ein ordentliches Frühstück im Feuerwehrhaus verdient, sodass wir uns um 10:00 Uhr zum gemeinsamen Morgensport trafen. Der letzte Alarm ging dann um 11:15Uhr ein. Laut unserer Leitstelle war eine Person abgestürzt. Dies bestätigte sich beim Eintreffen unserer Jugendgruppe. Ihnen wurden die Grundlagen der Absturzsicherung näher gebracht und mit Hilfe unserer Ausbilder konnten einige Jugendliche zum Patienten abgeseilt werden und dieser gerettet werden. Zum Abschluss der knapp 24 Stunden gab es Pizza und eine Feedbackrunde. Aufgrund des tollen Erfolgs der Übung wird für Sommer 2020 erneut Ähnliches geplant.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Ausbildern und unseren Kommandanten für die tatkräftige Unterstützung bedanken. Ebenso beim Schwendl für die tolle Verpflegung am Abend, beim AKR für die Nutzung der Kiesgrube in Lohen und bei Informationstechnik Weschta für die gestellte Ausrüstung.